Glossar

Alliteration

Die Wiederholung desselben anlautenden Konsonanten in aufeinanderfolgenden oder eng verbundenen Wörtern.

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Alliteration ist die Wiederholung desselben Konsonantenlauts am Anfang benachbarter oder eng verbundener Wörter. Sie ist eines der ältesten Lautmittel der Literatur und geht dem Reim in englischer Dichtung voraus; altenglische Verse wie Beowulf waren gänzlich um alliterierende Muster statt um Endreim strukturiert. Alliteration erzeugt eine musikalische Qualität in Prosa und Dichtung, bindet Wörter auditiv zusammen und macht Phrasen einprägsamer. Sie kann auch spezifische tonale Effekte erzeugen: Weiche Alliteration (s, l, m) legt Sanftheit nahe, während harte Alliteration (b, d, k) Kraft oder Aggression suggeriert.

In Das verlorene Paradies nutzt Milton Alliteration, um Bedeutung zu verstärken: "Behemoth, biggest born of earth, upheaved / His vastness" häuft B-Laute, um die Masse der Kreatur hervorzurufen. Edgar Allan Poes Der Rabe ist reich an Alliteration, wie in "Deep into that darkness peering, long I stood there wondering, fearing, / Doubting, dreaming dreams no mortal ever dared to dream before". In zeitgenössischer Prosa setzt Cormac McCarthy häufig Alliteration ein, um seinen Beschreibungen einen biblischen Klang zu verleihen: "die dünnen und zitternden Bäume" oder "Stille und Einsamkeit".

Verwenden Sie Alliteration mit Zurückhaltung und Absicht. Eine gut platzierte alliterierende Phrase kann einen Satz singen lassen; zu viel Alliteration lässt Prosa wie einen Zungenbrecher oder ein Kinderbuch klingen. Die wirksamste Alliteration ist beim ersten Lesen oft unsichtbar und trägt zum Rhythmus und zur Stimmung einer Passage bei, ohne Aufmerksamkeit als Technik auf sich zu ziehen. Lesen Sie Ihre Prosa laut, um zu hören, wo Alliteration den Satz verstärkt und wo sie ihn überwältigt. Im Dialog sollten Figuren im Allgemeinen nicht alliterierend sprechen, es sei denn, Sie schaffen bewusst eine manierierte oder poetische Stimme.

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