Glossar

Vorausdeutung (Foreshadowing)

Hinweise oder Andeutungen, die früh in der Erzählung gelegt werden und die Lesenden auf spätere Ereignisse vorbereiten.

Zuletzt aktualisiert

Vorausdeutung ist die Technik, Hinweise und Andeutungen zu streuen, die auf kommende Ereignisse vorbereiten. Gut gemacht, erzeugt sie ein Gefühl der Unausweichlichkeit: Tritt das angedeutete Ereignis ein, empfinden die Lesenden es als überraschend und folgerichtig zugleich. Beim ersten Lesen wirkt Vorausdeutung unterschwellig, beim zweiten Lesen wird sie sichtbar.

In Von Mäusen und Menschen deutet Steinbeck das Ende voraus, als Carlson Candys alten Hund erschießt, um ihn von seinem Leiden zu erlösen: Die Szene nimmt Georges erschütternde letzte Tat vorweg. In The Sixth Sense ist jede Begegnung zwischen der von Bruce Willis gespielten Figur und anderen Erwachsenen sorgfältig so angelegt, dass sie die Wendung des Films vorbereitet und beim ersten Sehen doch ganz natürlich wirkt.

Die Schwierigkeit liegt in der Dosierung. Ist die Vorausdeutung zu deutlich, sieht man das Ende kommen, und die Spannung verpufft. Ist sie zu versteckt, wirkt das Ereignis, wenn es eintritt, wie aus dem Nichts. Die beste Vorausdeutung fällt erst im Rückblick auf, nicht im Moment. Oft lohnt es sich, Vorausdeutungen erst beim Überarbeiten einzufügen, wenn du weißt, was vorbereitet werden muss.

Bereit loszuschreiben?

Planen, schreiben, zusammenarbeiten - alles in einem Arbeitsbereich, der für Autorinnen und Autoren gemacht ist.

Plotiar kostenlos testen

Mit deiner Erlaubnis verwenden wir Analyse-Cookies, um zu verstehen, wie Plotiar genutzt wird, und es zu verbessern. Wenn du ablehnst, werden keinerlei Analysedaten gesendet. Cookies für Anmeldung und Sicherheit sind immer aktiv. Cookie-Richtlinie