Glossar

Deus ex Machina

Eine unerwartete, konstruierte Lösung für ein unmögliches Problem, die nicht von der Geschichte aufgebaut oder verdient wurde.

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Deus ex Machina (lateinisch für "Gott aus der Maschine") bezog sich ursprünglich auf die Praxis im antiken griechischen Theater, einen Schauspieler, der einen Gott spielte, per Kran auf die Bühne zu senken, um eine sonst unlösbare Handlung aufzulösen. In moderner Verwendung beschreibt es jede Auflösung, die aus dem Nichts auftaucht, ohne Vorausdeutung oder logischen Aufbau, um Figuren aus einer unmöglichen Situation zu retten.

Die Adler in Der Herr der Ringe sind ein häufig diskutiertes Beispiel, bei dem viele argumentieren, dass sie am Ende von Die Rückkehr des Königs eine Deus ex Machina darstellen. Ein klareres Beispiel ist das Ende von H.G. Wells' Krieg der Welten, in dem die unbesiegbaren Marsianer nicht durch menschliche Anstrengung, sondern durch irdische Bakterien getötet werden. Spielbergs Verfilmung von Krieg der Welten behält dieses Ende bei, und es bleibt umstritten.

Deus ex Machina gilt als erzählerischer Makel, weil sie den impliziten Vertrag zwischen Autor und Leser verletzt: dass die Auflösung aus den etablierten Elementen der Geschichte erwachsen wird. Um sie zu vermeiden, stellen Sie sicher, dass jede Lösung entweder vorausgedeutet, durch Figurenhandlung verdient oder aus zuvor etablierten Regeln hervorgeht. Wenn Ihr Protagonist das Problem nicht lösen kann, muss das Problem möglicherweise neu gestaltet werden.

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