Glossar

Archetyp

Ein universelles, immer wiederkehrendes Figurenmuster wie Held, Mentor oder Trickster, das sich in allen Kulturen und Erzähltraditionen findet.

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Ein Archetyp ist ein Grundmuster von Figuren, das sich durch Kulturen, Mythologien und Erzähltraditionen zieht. Der Begriff geht auf C. G. Jungs Lehre vom kollektiven Unbewussten zurück und wurde durch Joseph Campbells Der Heros in tausend Gestalten fürs Erzählen populär. Archetypen stehen für universelle menschliche Erfahrungen und seelische Rollen. Zu den bekanntesten gehören der Held, der Mentor, der Trickster, der Schatten, der Herold und der Schwellenhüter.

In Star Wars liegt die archetypische Struktur offen zutage: Luke Skywalker ist der Held, Obi-Wan Kenobi der Mentor, Han Solo der Draufgänger und Darth Vader der Schatten. In Der Herr der Ringe verkörpert Gandalf den Mentor, während Gollum als Schattenfigur zeigt, was aus Frodo werden könnte. Shakespeares Puck aus dem Sommernachtstraum ist der Trickster schlechthin: Seine chaotischen Eingriffe treiben die Handlung voran.

Archetypen sind Ausgangspunkte, keine Zwangsjacken. Die einprägsamsten Figuren bauen auf einem Archetyp auf und brechen ihn durch konkrete, überraschende Details. Ein Mentor, der zutiefst selbstsüchtig ist, ein Held, der nicht aus Bescheidenheit zögert, sondern aus Feigheit, ein Trickster, der plötzlich ernst genommen werden will: Solche Abwandlungen bewahren Archetypen davor, zum Klischee zu werden. Nutze sie als Gerüst beim Entwickeln deiner Figuren und füge dann die Widersprüche und Eigenheiten hinzu, die eine Figur unverwechselbar machen.

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