Mobile Tastaturen, die keine Woerter mehr verdoppeln, eine Ruecktaste, die ganze Zeichen loescht, und Aktionscodes, die sauber eingeloest werden -- Plotiar Produkt-Updates (August 2026)
Eine Freundin von mir schreibt ihre Entwuerfe im Zug, die Daumen die ganze Fahrt ueber in Bewegung, und schwoert auf die Tastatur, die auf ihrem Handy vorinstalliert war. Sie hat mir einmal einen Absatz geschickt, in dem aus dem Wort "Kapitel" dreimal hintereinander "Kakapitel" geworden war. Ihre Tastatur hatte versucht, einen Tippfehler zu korrigieren, und statt den Fehler zu ersetzen, hatte sie die Korrektur einfach direkt daneben geklebt. Sie hat gelacht und es von Hand korrigiert, so wie man es bei einer Textnachricht tut. Etwas ganz anderes ist es, wenn das im eigentlichen Manuskript passiert, an dem man seit sechs Monaten arbeitet.
Das ist die Form der meisten Korrekturen dieser Phase: kleine, konkrete Arten, wie Tastatur und Seite sich uneinig sein konnten, was man gerade getippt hat, plus eine, bei der es gar nicht ums Tippen ging, sondern um einen Aktionscode, der nicht hielt, was er versprach.
Tippen auf dem Handy widersetzt sich nicht mehr
Vier verschiedene Fehler in der Art, wie der Canvas-Editor mit Loeschen und Korrigieren umging, sind behoben, und zusammen decken sie die meisten Wege ab, auf denen eine Handytastatur still und leise einen Satz zerstoeren konnte. Der schlimmste: Vorhersagende Tastaturen korrigieren ein falsch geschriebenes Wort, indem sie es Buchstabe fuer Buchstabe loeschen und neu eintippen, und der Editor hat falsch gemessen, wie viel geloescht werden soll, sodass die Korrektur neben dem urspruenglichen Wort landete, statt es zu ersetzen. Je nach verwendeter Tastatur-App bedeutete das staendig doppelte Woerter, zusaetzliche Leerzeichen beim schnellen Tippen, oder -- in einem besonders schlimmen Fall -- ein wischgetipptes Wort, das so verstuemmelt wurde, dass aus "Hello world" "H world" wurde. Alle drei Faelle sind jetzt behoben; das Loeschen waehrend einer Korrektur entfernt genau das, was es soll, und nichts weiter.
Getrennt davon zaehlten Ruecktaste und Entf beim Loeschen eines einzelnen Zeichens falsch. Bei einfachem englischem Text wuerde man das kaum bemerken. Bei einem Emoji, einem Akzentbuchstaben oder einem Zeichen aus einer Schrift wie Hindi schon: Eine Ruecktaste nach einem Winke-Emoji konnte ein unlesbares Kaestchen hinterlassen, statt das ganze Emoji zu entfernen, und eine Ruecktaste nach einem Akzentbuchstaben konnte nur den Akzent entfernen und den nackten Buchstaben stehen lassen, statt ihn ganz verschwinden zu lassen. Das Loeschen eines Zeichens entfernt jetzt das ganze Zeichen, in jeder Sprache und bei jedem Emoji, jedes Mal.
Und schliesslich: Text neben einem eingefuegten Link zu loeschen, konnte auf dem Handy gelegentlich den ganzen Link mit einem einzigen Tastendruck entfernen, wenn man eigentlich nur einen Tippfehler in der Naehe korrigieren wollte. Dieses Entfernen des ganzen Links existiert weiterhin als Kurzbefehl fuer den Fall, dass man an einer Tastatur absichtlich die Ruecktaste gedrueckt haelt, aber es wird nicht mehr durch die Art von einzelnem, beilaeufigem Loeschen ausgeloest, das ein Touchscreen sendet. Loeschen in der Naehe eines Links verhaelt sich auf dem Handy jetzt genauso wie Loeschen in der Naehe von anderem Text.
Aktionscodes werden sauber eingeloest
Das Einloesen eines Aktionscodes konnte aus Gruenden fehlschlagen, die nichts mit dem Code selbst zu tun hatten, und die Fehlermeldung liess nicht erkennen, was tatsaechlich schiefgelaufen war. Schlimmer noch: Ein fehlgeschlagener Versuch konnte trotzdem still eine der Einloesungen des Codes verbrauchen, sodass ein Code fuer einmalige Nutzung als "bereits eingeloest" enden konnte, obwohl ihn eigentlich niemand besass -- und jeder weitere Versuch stiess auf dieselbe Mauer. Aktionscodes werden jetzt bereits beim ersten Versuch korrekt eingeloest, und sollte ein Einloesen doch einmal fehlschlagen, zaehlt das nicht mehr gegen den Code. Die Chance bleibt erhalten.
Der Absatz meiner Freundin ist uebrigens laengst in Ordnung -- sie hat "Kakapitel" auf die altmodische Art korrigiert, Buchstabe fuer Buchstabe, genau das, was einem eine Tastatur eigentlich ersparen soll. Darum ging es in dieser ganzen Phase: Die Tastatur soll tun, was sie verspricht, damit man wieder ueber den Satz nachdenken kann statt ueber die Software dahinter.