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Hefte deine Geschichte an eine Pinnwand – dazu Fokusmodi, Hintergrundklänge und eine runderneuerte mobile Version

Plotiar-Team8 Min. Lesezeit

Im letzten Update ging es um Versionskontrolle und Layout. Diesmal geht es darum, dass sich der Ort, an dem du schreibst, wie dein eigener anfühlt. Eine Pinnwand zum Planen, Fokusmodi, die alles abdunkeln außer dem Satz, an dem du gerade arbeitest, Klanglandschaften für die richtige Stimmung und eine komplett neu gestaltete mobile Version. Dazu rund zwanzig Kleinigkeiten, die unauffällig, aber spürbar etwas verändern.

Hefte deine Geschichte an eine Pinnwand

Wer schon einmal Karteikarten an die Wand gepinnt hat, um einen Roman zu planen, weiß, worum es geht. Die Pinnwand ist ein neuer Inhaltstyp für die visuelle Planung deiner Geschichte – und sie funktioniert so, wie die echte Pinnwand es immer hätte tun sollen.

Jede Karte hat einen Titel, eine Synopse, die du direkt bearbeiten kannst, und optionale Metadaten: Statusstempel wie Idee, Entwurf, Überarbeitung oder Endfassung, Labels, um Erzählfiguren oder Nebenhandlungen im Blick zu behalten, Tags für flexible Kategorisierung, Links zu anderen Dokumenten in deinem Projekt und Wortziele für jede Szene oder jedes Kapitel.

Drei Ansichten, damit du so arbeiten kannst, wie dein Kopf tickt:

  • Raster: das klassische Kartenlayout mit Neuordnen per Drag-and-drop. Ideal für die lineare Kapitelplanung.
  • Freiform: Karten an beliebiger Stelle auf einer Leinwand platzieren. Ideal, wenn deine Geschichte nicht geradeaus verläuft.
  • Label-Spuren: Karten, nach Label in horizontale Spuren gruppiert. Stell es dir als Kanban-Board vor, auf dem jede Spur eine Erzählfigur, eine Nebenhandlung oder eine Zeitebene ist. Du siehst auf einen Blick, wie sich die verschiedenen Fäden durch deine Geschichte ziehen.

Karten gibt es in drei Größen; du kannst sie nach Status filtern und durchsuchen und nach Status, Label, Titel oder eigener Reihenfolge sortieren. Und weil man in Plotiar alles gemeinsam bearbeiten kann, synchronisieren sich Pinnwände in Echtzeit, wenn du mit einer Co-Autorin oder einem Co-Autor arbeitest.

Fokusmodi, die den Namen verdienen

Die meisten ablenkungsfreien Modi blenden nur die Werkzeugleiste aus. Unsere dimmen den Text selbst.

Auswahlfokus hebt nur den markierten Text hervor und blendet alles andere ab. Ideal, um einen einzelnen Absatz Satz für Satz zu überarbeiten, ohne dass der Rest des Kapitels an deiner Aufmerksamkeit zerrt.

Dialogfokus erkennt automatisch jede wörtliche Rede in deinem Dokument und hebt sie hervor, während der umgebende Erzähltext abgedunkelt wird. Wenn du in einer Szene nur das Gespräch lesen willst, um das Tempo zu prüfen oder sicherzugehen, dass jede Figur unverwechselbar klingt – genau dafür ist er da.

Sprachfokus nutzt Sprachverarbeitung, um bestimmte Wortarten hervorzuheben. Schalte Substantive, Verben, Adjektive oder Adverbien ein, und alles andere tritt zurück. Ein Überarbeitungswerkzeug im Gewand eines Textmarkers. Zu viele Adverbien? Springen dir ins Auge. Schwache Verben, auf denen jeder Satz ruht? Auf einen Blick zu sehen. Genau diese Analyse empfehlen Schreibratgeber als Handarbeit – jetzt übernimmt sie der Editor.

Alle drei Modi haben einen Intensitätsregler von kaum abgedunkelt bis fast unsichtbar, und du kannst wählen, ob die Abdunkelung nur für das Dokument gilt oder für die gesamte Anwendung: Seitenleiste, Werkzeugleiste, alles. Deine Einstellungen bleiben zwischen den Sitzungen erhalten.

Schreiben, während draußen der Regen fällt

In Plotiar sind jetzt acht Klanglandschaften eingebaut: Regen, Kaminfeuer, Wald, Meer, Wind, weißes Rauschen, Café und Gewitter. Such dir eine aus, stell die Lautstärke ein und schreib los.

Jeder Klang wird von der Audio-Engine deines Browsers live berechnet: keine Downloads, kein Puffern, und es funktioniert auch offline. Das sind keine Schleifen, die sich alle dreißig Sekunden wiederholen, sondern fortlaufend neu erzeugte Klänge – der Regen klingt also nie zweimal gleich.

Du erreichst sie über das Menü in der Seitenleiste oder in den Einstellungen. Mit einem schwebenden Mini-Player auf dem Desktop wechselst du Klänge oder regelst die Lautstärke, ohne dein Dokument zu verlassen. Auswahl und Lautstärke bleiben über Sitzungen hinweg erhalten.

Drei Stufen, um abzutauchen

Die Statusleiste hat jetzt eine geteilte Schaltfläche, mit der du durch drei Vollbildmodi schaltest:

  • Vollbild: normales Browser-Vollbild mit sichtbarer Oberfläche. Mehr Bildschirmfläche, dieselben Werkzeuge.
  • Aufgeräumte Ansicht: blendet Seitenleiste und Seitenbereich aus. Nur das Dokument, die Werkzeugleiste und nichts anderes, das um Aufmerksamkeit buhlt.
  • Ablenkungsfrei: blendet alles aus. Keine Seitenleiste, keine Werkzeugleiste, keine Statusleiste. Nur deine Wörter und eine schwebende Schaltfläche zum Beenden, wenn du fertig bist. Kombiniere das mit einer Klanglandschaft und einem Fokusmodus, und die Außenwelt verschwindet tatsächlich.

Aus einem Dokument zwei machen. Aus dreien eins.

Aufteilen: Klick mit der rechten Maustaste an eine beliebige Stelle im Dokument und wähle „Dokument hier teilen“. Alles vor dem Cursor bleibt im Original. Alles danach wird zu einem neuen Dokument, direkt daneben in deinem Projekt. Entpuppt sich Kapitel zwölf als zwei Kapitel, ist das in zehn Sekunden erledigt statt in einem Marathon aus Kopieren und Einfügen.

Zusammenführen: Klick mit der rechten Maustaste in der Seitenleiste auf ein Dokument und wähle „Dokumente zusammenführen“. Wähle aus, welche Dokumente kombiniert werden sollen, zieh sie in die richtige Reihenfolge, benenne das Ergebnis und füge auf Wunsch Trenner zwischen den Abschnitten ein. Die Ausgangsdokumente werden nach dem Zusammenführen entfernt, damit keine Duplikate übrig bleiben.

Beide Vorgänge laufen in einem Schritt und direkt auf dem gemeinsamen Bearbeitungsstand. Es gehen also keine Daten verloren, selbst wenn gerade jemand mit dir am Text arbeitet.

Deine Typografie, deine Regeln

Mehrere Neuerungen dieser Woche legen in deine Hand, wie deine Dokumente aussehen.

Schriftbibliothek: In den Einstellungen steht jetzt eine Sammlung von über 65 Schriften bereit, geordnet nach Kategorien: Serifenschriften, serifenlose Schriften, Displayschriften, Schreibschriften und Festbreitenschriften. Du bestimmst, welche Schriften in der Schriftauswahl deines Editors erscheinen. Schreibst du Romane in Garamond und wissenschaftliche Arbeiten in Times New Roman, richtest du die Werkzeugleiste so ein, dass sie genau diese beiden zeigt und sonst nichts. Google Fonts werden erst bei Bedarf geladen; nur die Schriften, die du tatsächlich nutzt, kosten also Ladezeit.

Seitenformate: Dokumente sind nicht mehr auf A4 festgelegt. Wähle im Detailbereich zwischen A4, A5, US Letter, US Legal und A3. Exporte übernehmen deine Wahl, und beim Import eines Word-Dokuments oder PDFs wird das Seitenformat der Vorlage automatisch erkannt.

Zeilenabstand und Zeichenabstand: Zwei neue Auswahlmenüs in der Werkzeugleiste für die genaue Steuerung von Zeilenhöhe und Laufweite. Doppelter Zeilenabstand fürs Manuskript, einfacher für Notizen, gesperrte Laufweite für Überschriften – alles, ohne den Editor zu verlassen.

Dokumentvorgaben: In einem neuen Bereich der Einstellungen legst du Seitenformat, Schrift, Schriftgröße, Ränder, Zeilenabstand und Zeichenabstand für jedes neue Dokument fest. Bestehende Dokumente bleiben genau so, wie sie sind.

Plotiar als App installieren

Plotiar ist jetzt eine Progressive Web App. Auf jedem Gerät, ob Desktop, Tablet oder Smartphone, kannst du sie installieren und vom Startbildschirm oder Dock aus starten, genau wie eine native Anwendung. Sie bekommt ein eigenes Fenster und ein eigenes Symbol und lädt bei wiederholten Besuchen schneller, weil die App-Hülle lokal zwischengespeichert wird.

Ein Installationshinweis erkennt dein System und führt dich durch die Schritte. In Chrome und Edge reicht ein Klick, in Safari bekommst du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Schließt du den Hinweis, meldet er sich frühestens nach einer Woche wieder. Und wenn wir ein Update veröffentlichen, lädst du über eine Benachrichtigung neu und hast die neueste Version.

Mobil, und zwar richtig

Wir haben die mobile Version von Grund auf neu gebaut.

Die alte feststehende Kopfzeile ist weg. An ihrer Stelle: schwebende Aktionsschaltflächen für Seitenleiste und Bereiche sowie eine dünne Leiste mit dem Dokumentnamen und den Avataren der Mitwirkenden. So bekommt dein Text die volle Höhe deines Smartphone-Bildschirms.

Der Dokumenteditor hat eine neue Statusleiste am unteren Rand mit Speicherstatus, Wortzahl und Schalter für die Rechtschreibprüfung sowie eine eigene mobile Werkzeugleiste zur Textformatierung, die für die Bedienung per Touch gestaltet ist, statt eine geschrumpfte Desktop-Werkzeugleiste zu sein.

Die Seitenleiste hat keine fünf übereinanderliegenden Aktionsschaltflächen mehr. Ein einziges Menü enthält alles. Der Teilen-Bereich wurde für kleine Bildschirme neu gestaltet. Die Statistikseite, die Projektstartseite und die Vorlagenkarten passen sich jetzt korrekt an schmale Bildschirme an. Checklisteneinträge ragen nicht mehr über den Seitenrand hinaus. Der Editor füllt zuverlässig den sichtbaren Bereich, ohne dass der Inhalt herumspringt.

Wenn du Plotiar schon einmal auf dem Smartphone ausprobiert und aufgegeben hast, versuch es noch einmal.

Für jede Sprache und jede Tastatur

Zwei Korrekturen, die viel ausmachen, wenn du nicht auf Englisch schreibst.

Tastenkürzel funktionieren jetzt mit jedem Tastaturlayout. Bisher schickte Strg+Z auf einer hebräischen Tastatur Strg+Zajin statt des Rückgängig-Befehls, weil der Editor das Zeichen auswertete und nicht die physische Taste. Tastenkürzel nutzen jetzt die physische Tastenposition, sodass Strg+Z, Strg+B, Strg+S und alle anderen Kürzel unabhängig von deiner aktiven Sprache funktionieren.

Die Textauswahl ist jetzt in allen Schriftsystemen präzise. Wer den Cursor per Klick in hebräischen, arabischen, chinesischen, japanischen oder koreanischen Text setzen wollte, landete bisher ein paar Zeichen daneben, weil die Messung pro Zeichen rundete. Wir sind auf ein genaueres Verfahren umgestiegen, und der Cursor sitzt jetzt in jedem Schriftsystem exakt.

Und sonst?

Strg+Mausrad zoomt das Dokument hinein und heraus. Mit der mittleren Maustaste verschiebst du die Ansicht. Wenn du das aus anderen Kreativprogrammen kennst: Hier geht es jetzt auch.

Der Blocksatz hatte einen Fehler, der die Darstellung zum Absturz bringen und deinen Inhalt leer anzeigen konnte. Behoben. (Deine Daten waren nie in Gefahr: Das Dokument selbst war in Ordnung, nur die Anzeige war kaputt.)

Bei sporadischen „Failed to fetch“-Fehlern versucht Plotiar es jetzt automatisch erneut und gibt eine verständliche Rückmeldung statt einer kryptischen Fehlermeldung.

Die Farbauswahl in der Seitenleiste reagierte verzögert und setzte deine Auswahl wegen eines Timing-Problems manchmal zurück. Farben werden jetzt sofort übernommen.

Außerdem haben wir den gesamten Server gründlich auf Sicherheit und Stabilität geprüft und Grenzfälle bei Projektberechtigungen, beim Aufräumen gelöschter Inhalte, bei der Cache-Invalidierung und bei der Abo-Verwaltung behoben. Davon siehst du nichts – aber genau diese Arbeit verhindert Fehler, die dir sonst irgendwann aufgefallen wären.

Wie es weitergeht

Die Pinnwand ist erst die erste Version. Wir denken bereits über eine Verknüpfung von Karten und Dokumenten nach, mit der du direkt aus deiner Pinnwand eine Manuskriptgliederung erzeugen kannst, und über Vorlagen, die dir eine fertige Pinnwandstruktur für gängige Erzählformen wie die Dreiakt-Struktur, Save the Cat oder die Heldenreise liefern.

Die Fokusmodi sollen klüger werden: Hervorhebung nach Satzkomplexität, nach Lesbarkeitswert, nach emotionalem Ton. Auch die Klanglandschaften werden mehr, mit mischbaren Ebenen, sodass du Regen und Kaminfeuer oder Café und Gewitter kombinieren kannst.

Alles in diesem Beitrag ist ab sofort verfügbar. Wenn dir etwas komisch vorkommt, sag es uns. Wir lesen jede Rückmeldung, und sie fließt direkt in das ein, was wir als Nächstes bauen.

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